Projekt Erdbebenhilfe

2016 wurde die Region des Isthmus von Tehuantepec von mehreren verheerenden Erdbeben heimgesucht. In der DMG starteten wir eine Spendenkampagne die dank großzügiger Hilfe von der Industrie und vielen einzelnen Spendern sehr erfolgreich verlief. Es flossen uns beachtliche Mittel zu, jetzt galt es die richtigen Projekte auszuwählen. Unzählige Menschen hatten ihr Haus verloren und lebten in bitterer Not.

Zerstörung nach dem Erdbeben am 07. September 2017

 

Ixtaltepec – Estado de Oaxaca

Zunächst kamen wir in Kontakt mit der Laienbruderschaft der Maristas. Es ist eine in Ixtaltepec, Oaxaca, aktive Institution im Bereich der Schulbildung. Der Ort Ixtaltepec hat ca. 700 Einwohner und liegt etwa 8 km von der Distriktstadt Juchitán entfernt. Die Träger des Projekts sind ehemalige Laienbrüder des katholischen Marista-Ordens, die als Lehrer in Escuelas de Bachilleres, also der Oberstufe eines Gymnasiums, unterrichten. Sie sind verheiratet und zusammen mit ihren Frauen organisieren sie die Erdbebenhilfe.

In Zusammenarbeit mit zwei Laienbrüdern beschlossen wir dann, in eigener Trägerschaft kleine erdbebenfeste Häuser zu bauen. Die Maristas halfen uns, die Umsetzung mit Architekten und Baufirmen zu organisieren. So konnten wir sechs kleine Häuser bauen und vier weitere Instand setzen.

Ein von der DMG finanziertes Haus. Die glücklichen neuen Hausbesitzer.
   
Insgesamt wurden sechs Häuser für Familien mit Kindern gebaut.

 

Tepapayeca – Estado de Puebla

An einem weiteren Brennpunkt des Erdbebens, in Tepapayeca, Puebla wurden ebenfalls mit den Mitteln des Projekts Erdbebenhilfe zwei weitere kleine Häuser in Zusammenarbeit mit einem lokalen Träger aus Puebla errichtet.

Insgesamt wurden vier Häuser gebaut.
Das Projekt ist abgeschlossen.

 

Santa Cruz Montecillo, Oaxaca – Bau eines Schulraums

An der Pazifikküste, ebenfalls am Isthmus von Tehuantepec, die auch vom Erdbeben heimgesucht wurde, engagierte sich die DMG in einem weiteren Ort, im 450 Einwohner zählenden Dorf Sta. Cruz Montecillo, Oaxaca, wo ein Schulraum gebaut wurde.

Das Projekt zur Erweiterung der „Telesecundaria“ mit dem Bau eines neuen Klassenraums begann bereits kurz nach dem Erdbeben im November 2017. Wir suchten nach einem Standort, um Schüler/Innen und Jugendlichen, ähnlich unserem Projekt in El Retiro, eine bessere Ausbildung zu ermöglichen und damit der üblichen Armutsspirale zu entkommen. Und wir entschieden uns für Santa Cruz de Montecillo, da der Ort vom Erdbeben betroffen und ein Teil der Primaria geschädigt war. Obwohl der Schulraum der secundaria bei dem Erdbeben nicht geschädigt wurde, war seine Größe der größer werdenden Zahl der Schüler/Innen nicht mehr gewachsen. Man behalf sich mit Unterricht im Freien unter primitiven Dächern aus Palmenblättern. Eine Herausforderung in der Regenzeit, da die starken Winde und der Regen einen geregelten Unterricht im Freien nicht möglich machten.

Unterrichtsräume vorher und nachher.
 
Schülerinnen in ihren traditionellen Trachten
bei der Einweihnung des neuen Schulraums
im November 2019.
Die Schüler/Innen freuen sich über ihren neuen Klassenraum.

Gleich danach erfolgte der erste Spatenstich für die sanitären Anlagen, die von der Gemeinde San Francisco del Mar schon genehmigt worden sind.

Zu unserer großen Überraschung konnten wir feststellen, dass die bisher fehlende Stromleitung von der Gemeinde errichtet wurde und dass der übergeordnete Bürgermeister aus San Francisco del Mar den Bau der noch ausstehenden Toiletten schon genehmigt hatte. Und gleich im Anschluss an die Einweihung des neuen Schulraums erfolgte auch sogleich der erste Spatenstich für die sanitären Anlagen. Das Versprechen “Hilfst Du Dir – helfe ich Dir“ wurde somit wortwörtlich eingelöst.